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Azubi-Ticket für Schleswig-Holstein

DGB-Jugend fordert ein Azubi-Ticket für Schleswig-Holstein

Pressemitteilung
DGB-Jugend Schleswig-Holstein

DGB-Jugend fordert ein Azubi-Ticket für Schleswig-Holstein:
Eine Chance für mehr erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildungen im Land

„Azubis haben wenig Geld, aber hohe Kosten für Mobilität“, erklärt DGB-Jugendbildungsreferentin Katharina Meyn. Deswegen fordert die Gewerkschaftsjugend, dass Auszubildende, ähnlich wie Studierende, mit einem günstigen SH-Ticket für Bus und Bahn entlastet werden.

Viele Auszubildende müssen täglich weite Strecken zu ihrem Ausbildungsbetrieb oder ihrer Berufsschule zurücklegen. Da die verkehrstechnische Infrastruktur jedoch auf dem Land in Schleswig-Holstein sehr schwach ausgebaut ist, bedeutet dies für die Azubis entweder ihre geringe Ausbildungsvergütung für die Mobilität, d. h. Führerschein/Auto/Benzin/Versicherung etc., auszugegeben oder aus Kostengründen, nur einen lokal angebotenen Ausbildungsplatz zu suchen.

Andererseits erwarten Politik und Wirtschaft gleichzeitig eine hohe Mobilität der Azubis und es wird gar das Abwandern in die Ballungszentren beklagt. Daher wäre die Einführung eines Azubi-Tickets für Schleswig-Holstein nur konsequent und notwendig.

Die Landespolitik muss, wenn sie über ein Semesterticket für Studierende berät, auch Personen im Blick haben, die keinen akademischen Abschluss anstreben aber zukünftige Fachkräfte sein werden.

„Wir brauchen endlich ein SH-Azubi-Ticket, das alle Azubis günstig erwerben können“, erläutert die DGB-Jugendbildungsreferentin Katharina Meyn. Dies würde den jungen Menschen nicht nur ihren Weg zur Arbeit vereinfachen. Mit einem Azubi-Ticket sei es wesentlich günstiger und attraktiver Ausbildungsplätze in regionaler Entfernung vom Wohnort anzunehmen. Das Azubi-Ticket sei ein wirksames Hilfsmittel, um regionale Unterschiede zwischen Ausbildungsangebot und -nachfrage zu lindern. „Im Ergebnis wird es mehr erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildungen geben!“, prognostiziert Katharina Meyn.

Wichtig ist der DGB-Jugend auch, dass durch ein Azubi-Ticket die gesellschaftliche Teilhabe von Auszubildenden verbessert wird: „Wenn Azubis landesweite Kulturveranstaltungen oder Wochenendseminare besuchen, sind sie derzeit schlechter gestellt als Studierende, die mit dem Semesterticket unbegrenzt Bus und Bahn fahren können“, ergänzt Meyn.

 

Rückfragen bitte an:

Katharina Meyn
DGB-Jugendbildungsreferentin Schleswig-Holstein
0171 – 22 19 580

 

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